Tschick buch herunterladen

Am 18. März 2017 wurde im Theater Hagen eine Opernfassung des Buches uraufgeführt. Die Musik dazu wurde von Ludger Vollmer komponiert und von Roman Hovenbitzer geleitet. Musikalischum leitete er den Dirigenten Florian Ludwig. Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren, studierte Kunst, steuerte unter anderem Zeichnungen zur Titanic bei und begann relativ spät zu schreiben. 2002 erschien sein Debütroman Velvet Thunder, für den Joachim Lottmann ihn zum „Doyen der Popliteratur“ erklärte. Er wurde 2008 mit dem Deutschen Erzählerpreis für diese Seite des Van-Allen-Gürtels und (für sein Buch Tschick) mit dem Clemens-Brentano-Preis (2011), dem Deutschen Jugendbuchpreis (2011) und dem Hans-Fallada-Preis (2012) ausgezeichnet. Wolfgang Herrndorf starb am 26. August 2013 in Berlin. Why We Took the Car erschien als Hörbuch im Argon Verlag, das von Hanno Koffler gelesen wird und 4 CDs (Gesamtlänge ca. 5 Stunden) enthält. Es wurde auch als Hörspielversion des NDR mit 2 CDs veröffentlicht und wird von Iris Drögenkamp (Gesamtlänge 84 Minuten) geleitet.

Ich habe die Bücher meiner Kindheit im Jahr 2004 gelesen, `Herr der Fliegen`, `Huckleberry Finn`, `Arthur Gordon Pym`, `Pik reist nach Amerika` und so weiter. Ich tat dies, weil ich wissen wollte, ob sie wirklich so gut waren, wie ich mich an sie erinnerte, aber ich wollte auch herausfinden, wer ich als Zwölfjähriger war. Während dieses Prozesses erkannte ich, dass alle meine Lieblingsbücher drei Dinge gemeinsam hatten: eine schnelle Beseitigung der erwachsenen Befestigungsfigur, eine lange Reise, weite Gewässer. Ich dachte darüber nach, wie ich diese drei Dinge in einen etwas realistischen Jugendroman integrieren könnte. Mit einem Schwimmer die Elbe hinunter zu segeln, schien lächerlich; ein Schiff als Flucht in der Bundesrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert zu unterzeichnen: jabberwocky. Ich konnte mir nur etwas mit einem Auto vorstellen. Zwei Jungen stehlen ein Auto. Das Wasser fehlte, aber ich hatte die Handlung in ein paar Minuten herausgefunden. Es war eines der meistgespielten Stücke auf deutschen Bühnen mit 764 Aufführungen in der Saison 2012/13. Die 29 Produktionen lockten 99.000 Besucher an. Die Handlung wird aus Maiks Perspektive erzählt und beginnt bei der Polizeistation, die dem gemeinsamen Ende der Reise vorwegnimmt.

Herrdorf lässt seine Protagonisten die abenteuerliche Reise bis zu diesem Punkt in einer langen Rückblende im Stil eines Roadmovies erklären, dessen Possen den Raum einer Woche abdecken. Der Roman endet mit dem Beginn eines neuen Schuljahres und lässt seine anfangsmotivten wieder aufleben: 1) Die schöne Tatjana interessiert sich plötzlich für Maiks Abenteuer und sorgt dafür, dass seine Geschichte die ganze Klasse durchlebt. 2) die verführerische Isa schreibt Maik einen Brief und will ihn bald in Berlin besuchen, um das geliehene Geld zurückzuzahlen und den verlorenen Kuss wieder gutzumachen. 3) Maiks gewalttätiger Vater verlässt schließlich die Familie. Aber vor allem: 4) Tschiks vierwöchiges Kommunikationsverbot erlischt bald und Maik darf ihn dann zu Hause besuchen. Es stört Maik überhaupt nicht, dass seine Mutter, die noch Alkoholikerin ist und derzeit zu Hause ist, alle ihre bürgerlichen Besitztümer im hauseigenen Schwimmbad versenkt; Im Gegenteil, Mutter und Sohn tauchen untereinander ein, kauern auf dem Boden des Beckens, halten den Atem an, schauen nach oben und freuen sich über die beiden Polizisten, die von den Nachbarn alarmiert wurden und sich in Ratschlag über die sprudelnde Wasseroberfläche beugen. Mit seiner wunderbar ausgewogenen, einfachen Sprache, die sich unauffällig auf einen echten Jugendjargon bezieht, ohne ihn naturalistisch zu kopieren, gelingt es ihm, seine Welt in Schräglage zu verlagern und sie so jung wie ihre Protagonisten erscheinen zu lassen. Ein Lebenslauf, den Maik, der Ich-Erzähler, am Ende erzählt: „Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht.

Vertrauen Sie niemals jemandem und gehen Sie nie mit einem Fremden und so weiter. Meine Eltern sagten mir das, meine Lehrer sagten mir das, und das Fernsehen erzählte es auch.